Home
2018 - Programm
Vorstand
Chorleiterin
Der Verein
Geschichte
Satzung
Die Chöre
Hauptversammlung2017
Herbstkonzert 2016
Jahresausflug 2010
Weihnachtsfeier 2010
Ehrungen 2010
Ausflug 2011
Weihnachtsfeier 2011
Weihnachtsfeier 2013
Weihnachtfeier 2016
Contributor
Impressum

125 Jahre Sängerbund Neckarhausen

 Kurze Betrachtung

über den Ausspruch:

 " Daß dir dr Neckerhäuser et sengt'

Diese Frotzelei geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen in lateinischer Sprache abgefassten Ablassbrief des Bischofs Georg von Konstanz vom 11. Februar 1420 zurück. Welche Bewandtniss es mit diesem Ablassbrief, der auf dem hiesigen Rathaus sorgsam verwahrt ist, hatte, entnehmen wir auszugsweise der handschriftlichen Orts-Chronik von Rektor Heinrich Bertsch:

Wie Beuren, Frickenhausen, Linsenhofen u.a. war auch Neckarhausen nach Nürtingen eingepfarrt. So mussten die Bewohner bei allen kirchlichen Handlungen wie Taufe, Hochzeit usw. oft auf schlechten Wegen nach Nürtingen gehen. In der Kapelle wurde nur die Frühmesse gelesen. Kein Wunder, dass sich die Gemeinden nach einer eigenen Pfarrei sehnten. So auch die Neckarhäuser.

Aber woher das Geld zum Bau einer Kirche und eines Pfarrhauses nehmen? Ja, wenn unsere Kapelle zu einem Wallfahrtskirchlein geweiht würde, so würde Geld zu einem Kirchenbau hereinfließen. Wallfahrer verlassen eine geweihte Stätte nicht, ohne ein Almosen zu geben. So wandten sich die Neckarhäuser an den Bischof von Konstanz. Dieser gewährte ihre Bitte und stiftete der Kapelle einen Ablassbrief, wonach allen, die wahrhaftig bereuen und gebeichtet haben und der Andacht halber die genannte Kapelle besuchen, dort beten oder dem Schmuck, die Lichter, Becher, Kelch und sonstigen Bedarf der Kapelle und des Altars hilfreiche Hand bieten, ein Ablass der ihnen aufliegenden Sündenstrafen und zwar von 48 Tagen von Todsünden und einem Jahr von lässlichen Sünden barmherzig verliehen wird.

 Natürlich sollten alle Gläubigen im Lande von diesem freudigen Ereignis erfahren. Man dingte also drei Männer, die mit dem Ablassbrief von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt zogen und auf allen Straßen sangen, dass Sünd und Straf dem erlassen werde, der in ihrer Kapelle andächtigete und hilfreich zu deren Ausstattung die Hand biete. Wieviel Sünder nach Neckarhausen wallfahrteten und wie reich ihre Spenden waren, ist nicht bekannt.

In einer zweiten Neckarhäuser Urkunde vom 8. Juni 1507 bestätigt Bischof Hugo von Konstanz, dass die Gemeinde eine eigene Pfarrei erhalten habe und von der Pfarrkirche in Nürtingen getrennt worden sei. Nach über 80 Jahren konnte man also mit dem Geld der Wallfahrer den Kirchenbau beenden. So sagt man heute noch im Kreis Nürtingen und weit über seine Grenzen hinaus demjenigen, der unerfüllbare Wünsche äußert: "Daß dir dr Neckerhäuser et sengt!". Das will besagen:"Ja, wenn du 's nur schon hättest. Paß auf, dass dir nicht noch ein Strich durch die Rechnung gemacht wird." Fragt man dann:"Ja was hot er denn gsonge?", so erhält man zur Antwort: "Auf dass dir's ja nicht fehle".

 


 Statistik 1875 - 2010

 

Männergesangverein Neckarhausen

Seit 1919 - "Sängerbund Neckarhausen"

 

 Vorstände: 
1875 - 1877  Ratsschreiber Palm 
1878 - 1880  Falter, Christian   - Landwirt 
1881 - 1888   Gugel, Christian    - Schreinermeister 
1889 - 1893  Falter, Christian   - Rotfärber
 
1894 - 1909  Ebinger, Heinrich  - Werkführer
 
1910 - 1911  Henzler, Wilhelm   - Magaziner 
1912 - 1945  Henzler, Hermann  - Strickmeister
 
1946 - 1951  Stoll, Christian        - Lagerverwalter 
1952 - 1967  Ebinger, Eugen       - Kieswerkbesitzer 
1968 - 1976  Nothacker, Helmut   -Konstrukteur 
1977 - 1995  Waldner, Albert      - Schreiner
 
1996 - 2003  Traube, Bernd          - Mechanikermeister 
2004 -  2016 Gehring, Fritz           -Malermeister  

2017 -          Lange, Hannelore

 

Dirigenten: 
1875 - 1880  Oberlehrer Koch 
1881 - 1889  Lehrer Lorch u. Lehrer Flauds 
1890 - 1892 Schwarz,   Unterlehrer 
1893 - 1895 Walter,      Hauptlehrer 
1895 - 1905 Sommer,   Oberlehrer 
1906 - 1912 Stein,        Oberlehrer 
1913 - 1914 Stein,        Musiklehrer 
1915 - 1918 Klais, Hermann      -Oberbahbassistent
1919 - 1923 Wiedmann,            -Mittelschullehrer
1924 - 1928 Utz, Ludwig           -Musiklehrer
1929 - 1932 Lutz                       -Musiklehrer
1933 - 1945 Löffler, Otto          -Komponist
1946            Stein, Rudolf          -Ehrendirigent
1946 - 1954 Utz-Dr., Ludwig     -Musiklehrer
1954 - 1968 Keuerleber, Heinrich -Hauptlehrer
1969 - 1971 Haußmann, Theo       - Realschullehrer
1972 - 1975 Mattes, Franz            - Realschullehrer
1976 - 1985 Trautwein, Rolf          - Kaufmann
1986 - 1991 Mayer, Eugen            - Gauchormeister
1992 - 1996 Körner, Dietmar         - Bauingenieur
1997 - 2003 Schenk, Alfred            - Musiklehrer
2004             Vogt, Christian          - Musiklehrer
2004 - 2005 Grimm, Manfred          -Bezirkchorleiter
2005 -          Schüler, Daniela         - Dipl. Musiklehrer